Wie funktioniert eine Automatik-Armbanduhr?

Im Gegensatz zu den meisten Uhren mit einer Batterie als Knopfzelle ist eine Automatikuhr eine rein mechanische Uhr. Sie ist der Nachfolger von einfachen mechanischen Uhren die täglich vor Gebrauch aufgezogen werden müssen. Eine Automatikarmbanduhr muss nur dann über die Krone aufgezogen werden, wenn diese einige Tage nicht getragen wurde. Früher hatten Automatik-Uhren einen kleinen Hammer als Pendelschwungmasse und wurden daher umgangssprachlich auch als Hammerautomatikuhr bezeichnet. Heutige moderne Automatikuhren haben jedoch einen kleinen Rotor, der meistens eine halbkreisförmige Schwungmasse ist, damit sein Schwerpunkt nicht mit seiner Achse zusammenfällt. Dadurch können auch kleinere Armbewegungen dafür sorgen, dass sich der Rotor um 180 Grad dreht. So wird in kleinen Schritten eine Feder gleichmäßig aufgezogen. Bei vielen Modellen bzw. Automatik-Uhrwerken wird diese Feder in beiden Drehrichtungen, also bidirektional, gespannt. Eine Bridge- bzw. Rutsch-Kupplung verhindert dabei, das die Zugfeder überdreht wird, falls die Armbanduhr schon vollständig aufgezogen sein sollte.

Sicht auf den Glasboden und das Automatikuhrwerk einer Automtikuhr

Wenn man nun eine ganz aufgezogene Automatikuhr weglegt, läuft diese je nach Qualität und Bauart des Automatikuhrwerks noch einige Stunden oder Tage mit sehr geringer Abweichung weiter, was als Gangreserve bezeichnet wird. Bei den meisten Modellen liegt diese Gangreserve zwischen 24 und 60 Stunden, sodass man abends die Uhr ablegen und am nächsten Morgen ohne ein erneutes Aufziehen des Uhrwerks seine Automatikarmbanduhr wieder tragen kann. Dann merkt man den Unterschied zwischen einer Uhr mit Batterie oder Automatikwerk eigentlich gar nicht.

Automatikarmbanduhren sind echte Traumuhren

Automatikuhren sind bei Sammlern sehr beliebt. Es gibt eine relativ große Vielfalt an Modellen von elegant bis sportlich, Uhrenherstellern und Herstellern von Automatik-Uhrwerken. Chronographen, Taucher- und Fliegerautomatikuhren sind dabei besonders häufig zu finden. Aufgrund des aufwändigen Uhrwerks sind diese Uhren jedoch recht dick und groß, und sind deswegen bei Männern beliebter und auch häufiger zu sehen. Als Besonderheit werden z.B. Fliegerautomatikuhren über der Jacke getragen. Das erklärt die Größe der Uhr bzw. des gut ablesbaren Ziffernblatts und die Länge des Armbandes.

Bei den Damenautomatikuhren ist die Auswahl wesentlich geringer als bei den Herrenuhren. Es gibt jedoch viele Uhren-Online-Shops mit einer ordentlichen Auswahl an Herren- und Damenuhren verschiedener Hersteller, wo jeder nach seinem persönlichen Geschmack eine Uhr finden kann. Es gibt auch schicke Traumuhren ohne Automatik-Uhrwerk bei denen die Batterie einige Jahre hält. Zwar kostet dann eine neue langlebige Knopfzelle im Austausch beim Uhrmacher bis zu 20 Euro, aber eine Revision einer Automatikarmbanduhr kann schon schnell über 100 Euro kosten.


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Leser Kommentare

  1. ute berger meint:

    Ich finde es schade das die Auswahl an Damen – Uhren geringer ist als bei Männern, glaube aber das hat einen Sinn. Was Frauen an Schuhen kaufen, kaufen Männer an Uhren. Oder? Da redet blos keiner darüber.

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