Shop-Design: Das Schaufenster Ihres Onlineshops

So wie in der Innenstadt Passanten durch die Fußgängerzonen und Einkaufsstraßen schlendern, surfen auch viele Internetnutzer quer durch Onlineshops und Shopping-Portale. In der Stadt bleibt man bei Schaufenstern „kleben“ die eine auffällige Dekoration, oder ein interessantes Produkt geschickt in Szene setzen. Ohne geplant zu haben Schuhe zu kaufen, besucht man oder Frau beispielsweise dennoch das Schuhgeschäft mit dem tollen Schaufenster. Ähnlich verhält es sich inzwischen beim eCommerce. Immer mehr Menschen surfen per Notebook oder Tablet-Computer auf dem Sofa, teilweise aus reiner Langeweile oder weil sie das Stöbern lieben. Ein ansprechendes Shop-Design auf allen Seiten des Onlineshops (nicht nur auf der Startseite!) und eine sinn- und liebevolle Produktauswahl und Produktpräsentation können Onlinehändlern zu deutlich mehr Umsatz verhelfen als früher angenommen.

Viele Surfer kommen nämlich tatsächlich ohne Kaufabsicht in einen Online-Shop eines Händlers und lassen sich inspirieren und von einem Angebot online überzeugen. Die Technik des Shops darf dabei gar nicht auffallen, es muss einfach alles intuitiv und fehlerfrei funktionieren. Und zwar egal auf welchem Betriebssystem, welcher Plattform, mit welchem Browser oder Browserversion und mit welcher Monitorauflösung auch immer. Man kann in jedem Shop von Anfang an unnötige Bestellabbrüche und hohe Absprungraten bei Besuchern (die zunächst nur Stöbern wollen) zu einem großen Teil vermeiden.

Selbstverständlich muss das Shopdesign schon auf den ersten Blick professionell aussehen und Seriosität vermitteln.

Wenn das nicht der Fall ist, kommen die meisten Besucher erst gar nicht auf die Idee länger zu bleiben, geschweige denn ein Produkt in den Warenkorb zu legen und zur Kasse zu „gehen“. Erst muss also der Shop gut sein, dann lohnt sich auch, dafür Werbung zu machen. Was nützten einem viele Besucher die schnell wieder weg sind und nichts kaufen? Gar nichts, ganz im Gegenteil sogar. Einerseits entstehen unnötige Kosten, andererseits sinkt die Qualität Ihrer Webseite und die Ihrer Anzeigen aufgrund einer hohen Absprungquote.

„Der Wurm muss dem Fisch schmecken,
nicht dem Angler!“

Am Beispiel von diesem Spruch möchten wir Ihnen klar machen, dass Sie nicht mit jedem Köder jeden Fisch fangen können. Ebenso ist es entscheidend, wo man Angeln geht. Und auf gut Glück einfach ganz viele Angeln mit vielen verschiedenen Ködern auszuwerfen macht wenig Sinn, da Aufwand und Ertrag in keinem vernünftigen Verhältnis stehen werden. Außerdem müssten Sie sich dann beim Verkauf mit allen Fischarten auskennen…Seinen Sie lieber der Experte für einen Fisch oder wenige Fischarten.

Nun werfen wir mal alle Fische wieder zurück und werden wieder konkret: Egal ob Ihre Zielgruppe eher weiblich (emotionaler) ist, oder technischer, rationaler angesprochen werden will:

Sprechen Sie Ihre potentiellen Käufer richtig an!

Dafür müssen Sie jedoch Ihre Zielgruppe kennen und ein passendes Produktsortiment zusammenstellen. Holen Sie Ihre Kunden da ab, wo sie online surfen. Werbung bei Google geht wahrscheinlich fast immer, aber vielleicht ist Ihre Kundschaft auf ganz anderen Webseiten unterwegs, wo Ihre Werbeanzeige oder Ihr Blog-Beitrag eine höhere Aufmerksamkeit hat!? Wenn man nun einen Besucher gekauft hat will man den natürlich auch zum Kaufen im Shop animieren. Dann müssen Sie sich und Ihre Produkte richtig (aus der Sicht Ihrer potentiellen Kunden) präsentieren und die gesuchten Funktionen (z.B. ist die Shop-interne Suche sehr wichtig!) und Informationen bereitstellen. Wenn sich nun ein Surfer in einen Käufer verwandeln soll ist die für diese Zielgruppe sinnvolle Auswahl an Bezahlverfahren und ggf. Prüf-, Güte- bzw. Shop-Siegel anzubieten. Beim sogenannten Checkout verlieren viele Online-Händler unnötig an Umsatz durch zu hohe Absprungraten. Manchmal fehlt nur eine einzige Alternative, oder der Hinweis vorab, welcher Kunde mit welchen Anbietern bezahlen kann…Oder der Weg zur Kasse ist nicht übersichtlich genug gestaltet. Viele Onlinekäufer haben dann Angst, etwas zu übersehen und brechen dann lieber der Bestellvorgang ab. Zack, und schon profitieren wieder die altbekannten Shops wie Amazon, wo die meistens Onlineshopper gerne etwas mehr Geld bezahlen, wenn dann Vertrauen und Sicherheit gegeben sind.

Kaufabbruch:
Vergleich Onlineshop zu Ladengeschäft

Stellen Sie sich das ganze doch bitte einmal bildlich vor. Jemand betritt ein Ladengeschäft, stöbert quer durch das Sortiment, hat nach und nach mehrere Teile in der Hand oder im Einkaufswagen. Eigentlich ist die Kaufentscheidung schon zu einem Großteil getroffen. Der Kunde geht nun in Richtung Kasse. Entweder lässt er jetzt schon den vollen Wagen stehen (z.B. ist die Schlange zu lang) und er geht. Beim Onlineshop ist das fast analog. Wenn der Shop zu langsam lädt (z.B. zu kleines Web-Hosting-Paket, schlechte Programmierung) oder der Weg zur Kasse so aussieht, als würde dieser viel Zeit in Anspruch nehmen, dann ist definitiv schon der ein oder andere Onlinekäufer weg. Wieder zurück ins Geschäft: Es könnte auch sein, dass der Kunde schon die Ware auf das Band bzw. die Ladentheke gelegt hat. Nun zückt er sein Portemonnaie und stellt erst dann fest, das seine bevorzugte und ggf. auch seine alternative Bezahloption nicht angeboten wird. Verärgert verlässt es das Geschäft. Beim klassischen Einzelhandel wird dieser Fall tatsächlich eher fiktiv sein, wobei es auch heute noch kleinere Händler gibt, die nur Barzahlung akzeptieren. Wer es sich leisten kann hat entweder treue Kunden oder keinen Wettbewerb. Bedenken Sie: online ist der nächste Shop nur wenige Klicks entfernt. Das ist nicht so mühselig wie nochmals quer durch die Stadt zu laufen.

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Leser Kommentare

  1. Khoa Nguyen meint:

    Die Vernetzung hat inzwischen vieles verändert und heutzutage lassen sich mit Smartphones sogar Fahrtickets kaufen. Einkaufen auf dem Mobiltelefon ist längst Realität geworden.

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