Google und Amazon verändern die Shopping-Welt

Wenige Anbieter dominieren den E-Commerce in Deutschland. So haben beispielsweise die Onlineshops von Amazon und die der Otto Gruppe zusammen einen Marktanteil von etwa 25% am gesamten deutschen Online-Handel. Während viele Ladenbesitzer noch über einen Onlineshop nachdenken, tüftelt Amazon schon am Projekt „Same Day Delivery“, also Online-Bestellung und Lieferung an einem einzigen Tag!

Google hingegen verfolgt ein ganz anderes Konzept, und verkauft ja (noch) nicht selbst. Dennoch hat die Suchmaschine einen starken Einfluss auf die Entwicklung des Online- und Einzelhandels. Google setzt ähnlich wie Mediamarkt auf eine Online-Recherche und auf einen Kauf in der Nähe vor Ort: „Local Shopping“. Bezahlanbieter wie PayPal und Shoppingportale wie Rakuten (ehemals Tradoria) sind ebenfalls Treiber für Veränderungen der schönen neuen Online-Shopping-Welt.

Bleiben nun die kleinen Shops auf der Strecke?

Was können stationäre Einzelhändler tun?

Wer nur in seinem Laden verkauft, sollte sich auf seine Stärken konzentrieren und die Vorteile, die das Einkaufen im Ladengeschäft mit sich bringt, gewinnbringend für sich nutzen. Dennoch macht es Sinn, sich über die Chancen des Onlinevertriebs gut zu informieren, auch um die eigenen Kunden zu verstehen, bzw. die ehemaligen Kunden die nunmehr online shoppen. Gezielt sollte man per Google Places und mobiler Lösungen für Smartphones online für seinen Laden werben, um so neue Kunden in seinen Laden zu locken.

Welche Chancen haben reine Onlinehändler?

Reine Onlinehändler haben es auch nicht mehr leicht. Gesetzliche Vorschriften die sich oft ändern und nicht 100% eindeutig sind, das Widerrufsrecht und die steigenden Kosten für die Werbung in Suchmaschinen und Produktportalen. Hinzu kommen die Wünsche der Kunden was die Sicherheit angeht und eine möglichst große Auswahl an Online-Bezahl-Möglichkeiten. Wer nur online verkauft, sollte sich auch in die Kunden versetzten, die bei ihm online schauen, aber dann nicht bestellen sondern den Einzelhandel aufsuchen. Versuchen Sie das Kauferlebnis so nah wie es geht am echten Einkauf zu gestalten. Sobald Sie eine gewisse Unsicherheit beim Kunden erzeugen, ist dieser mit hoher Wahrscheinlichkeit weg, und kauft bei einem anderen Shop. Von den Bestellabbrüchen bei kleineren Shops profitiert der Einzelhand (noch), und auch große Anbieter die ein hohes Vertrauen genießen. Im Zweifel wird dann doch bei Amazon bestellt, zumal fast jeder Onlineshopper dort schon einen Account hat. Dann ist der Preis des Produktes schnell zweitrangig und vielen Onlinekäufern die Sicherheit ein paar Euro mehr wert. Orientieren Sie sich also durch an den Großen, und überlegen Sie mal, wie Sie beispielsweise mit schnellen und persönlichen Service Besucher zu Käufern in Ihrem Online-Shop machen können.

Fazit

Es ist nicht leicht im Einzelhand oder mit einem Onlineshop gegen die Ketten und Dinos der Branchen zu bestehen. Fest steht, das ein eigenständiges Konzept, eine hohe Kundenorientierung und ausreichend Marge bzw. Kapital eine dauerhafte Existenz im Handel sichern können. Ein regelmäßiger Blick über den Tellerrand und auch in andere Vertriebskanäle helfen zum Orientieren, Ideensammeln und zur steten Weiterentwicklung seines Handelskonzepts.

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Leser Kommentare

  1. Khoa Nguyen meint:

    Produkte lassen sich im Internet heute problemlos miteinander vergleichen. So sind Bücher, Elektrowaren und Weiterbildungsmedien wie Langenscheidt IQ, womit man auf mehreren Modulen Englisch lernen deutlich günstiger. Allgemeinen werden Bildungsmedien über Amazon oder Ebay sehr gern gekauft. Nur bei Lebensmitteln und Luxusgütern erfolgt der Kauf nach wie vor nicht über das Internet.

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