Gibt es bald keine Einzelhändler ohne eigene Online-Shops mehr?

Den Einzelhändlern aus dem Non-Food-Segment stehen schwere Zeiten in Deutschland bevor. Von den 213 Milliarden Euro Umsatz in diesem Bereich werden schon über 26 Milliarden über den Internethandel realisiert.

Kunden kommen seltener und viel gezielter in die Geschäfte und Einkaufsstraßen der Innenstädte. Diese Entwicklung wird ROPO-Effekt geannt: Research Online + Purchase Offline.

Die Käufer bereiten sich auf die Käufe außerhalb des Lebensmittel-Bereichs immer häufiger online vor:

Laut aktueller ECC-Studie “Das Cross-Channel-Verhalten der Konsumenten – Herausforderung und Chance für den Handel” sind es sogar schon 50% vom Einzelhandelsumsatz der auf eine vorherige Online-Recherche zurückzuführen ist.

Im Internet werden dabei schon häufig Kaufentscheidungen getroffen. Mit dem Wissen und einer klaren Produktvorstellungen kommen Verbraucher in die Ladengeschäfte und Kaufhäuser. Selbst diese, werden durchaus vorab online recherchiert. Wer nun hierbei nicht gefunden wird, bekommt diesen Umsatz ggf. auch nicht mehr. Wer das gesuchte Produkte nicht im Sortiment oder vorrätig hat, bekommt dadurch auch weniger Kunden und Umsatz.

Umsatzverluste des Non-Food-Einzelhandels

Die Entwicklung des Onlinehandels ist nicht zu stoppen, so dass letztendlich die Umsatzverluste des Einzelhandels weiter stark wachsen werden. Ab einem gewissen Umsatzrückgang, der durchaus schon bald laut Branchenkennern im zweistelligen Prozentbereich liegen wird, sind diese Händler nur mit dem stationären Einzelhandelsgeschäft nicht mehr überlebensfähig. Die Einsparpotentiale sind oft schnell erreicht, so dass sich dieser Weg als keine sinnvolle Lösung erweist. Natürlich sind Geschäfte in 1b-Lagen und außerhalb von Ballungsgebieten stärker betroffen als die Händler mit ihren Geschäften in den Großstädten, oder in Einkaufszentren.

Cross-Channel-Marketing heißt die Lösung

Obwohl Onlinehandelsunternehmen derzeit am stärksten Wachsen, haben Einzelhändler die jetzt einen eigenen Onlineshop starten, gute Erfolgschancen. Durch den Cross-Channel-Verkauf werden Umsatzrückgänge kompensiert und meistens schon nach kurzer Zeit mehr Gesamtumsätze realisiert, als mit einem Ladengeschäft alleine möglich gewesen wäre. Fakt ist, das dabei nämlich durch den räumlichen Faktor das Einzugsgebiet und damit das Umsatzpotential eines Geschäfts immer begrenzter ist, als der Onlinehandel.

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