Das Smartphone als Einkaufsbegleiter bei der Shopping-Tour

„Klasse, dann muss ich ja nicht mehr mit!“ werden jetzt bestimmt viele Männer denken…oder etwa nicht!?

So ist es zwar nicht unbedingt gemeint, jedoch kann in der Tat auch das Smartphone den fehlenden Menschen beim Einkauf teilweise ersetzen. Per integrierter Kamera kann man so direkt aus der Umkleidekabine ein Foto als MMS verschicken, oder als Mail, oder direkt bei Facebook posten und so auf schnelles Feedback hoffen. Gerade beim Mode und Schuhe kaufen hilft eine zweite Meinung. Nicht immer ist damit die des Verkäufers gemeint, sondern die einer vertrauten Person. Grundsätzlich kann das Smartphone also eher als Bindeglied bei einer Einkaufstour gesehen werden. Es verbindet die reale Welt mit der virtuellen. Aber so virtuell ist es eigentlich gar nicht. Per Smartphone wird schnell mal online nach Produktpreisen und Testberichten gesucht. Man kann auch schauen, wo sich der nächste Shop befindet, oder wo das nächstgelegene Café für eine Verschnaufpause zu finden ist. Vielleicht läuft auch gerade ein Freund oder eine Freundin durch die Stadt und man trifft sich für einen spontan Einkaufsbummel. Dank GPS kann man bei vielen Smartphones ganz entspannt shoppen, und findet jedes Geschäft, in welcher Seitenstraße es sich auch immer verstecken sollte. Gleiches gilt auch für die noch fehlende Freundin als Einkaufsbegleiterin. Gerade jüngere Menschen sind immer online und durch soziale Netzwerke wie Facebook besser vernetzt. Ortungsdienste und andere Informationsdienste die oft beim Thema Datenschutz diskutiert werden, können dabei durchaus nützliche Helferlein sein.

Der klassische Einzelhandel

wird sich immer mehr auf Kunden mit Smartphones einstellen (müssen). Ein Händler mit geringer Produktauswahl, zu hohen Preisen, einer schlechten oder fehlenden Webseite, oder mit unfähigen Verkäufern, wird diese Kunden geradezu motivieren, das Smartphone aus der Tasche zu ziehen. Aber wie immer gilt: neben Risiken gibt es auch Chancen. Das Potential ist für Einzelhändler riesig, wenn Sie sich Gedanken über das Cross-Channel-Marketing und das geänderte Käuferverhalten machen und Lösungen erarbeiten. Denn Fakt ist: deutsche Shopper kaufen immer noch am liebsten direkt im Laden. Aber dieser Trumpf alleine wird immer seltener reichen, um ausreichend Umsatz zu erzielen. Per Onlineshop haben Händler ein viel größeres Einzugsgebiet, aber auch viel mehr Konkurrenz! Ein Onlineshop als Erweiterung der Verkaufsfläche ist nicht unbedingt eine Lösung. Auch hier wird Qualität und Service erwartet. Das wird manchmal unterschätzt.

Eigentlich liegt die Lösung auf der Hand

Der Händler sollte sich auf das konzentrieren was er kann. Zusätzlich hilft es die Kunden im eigenen Laden zu beobachten (natürlich nicht heimlich per Kamera, und in der Umkleide erst recht nicht) und ihnen zuzuhören. Wer auf Kundenbedürfnisse eingeht und im Internet für seine Zielgruppe nützliche Informationen bereithält, der kann auch zukünftig noch im Ladengeschäft ordentliche Umsätze generieren. Denn das was Kunden suchen, ist meistens seitens des Händlers einfach online bereitzustellen:

  • Öffnungszeiten
  • Adresse
  • Telefon
  • E-Mail
  • Wegbeschreibung
  • Informationen zum Sortiment und den Herstellern

Ideal ist es, noch ein aktuelles Foto seiner Schaufensterfront auf die Webseite zu stellen, damit man das Geschäft schneller erkennt.

Das ist eigentlich nichts  wirklich Neues, denn schon seit einigen Jahren sind Kunden besser informiert als früher. Vor dem Besuch im Geschäft wird mit Suchmaschinen, Preisvergleichen und Shopverzeichnissen nach Produktinformationen, Kundenmeinungen und Testberichten sich über Shops, Produkte und deren Eigenschaften ausführlich informiert. Schon damals haben die Händler profitiert, die gut im Web gefunden wurden, oder idealerweise einen eigenen Onlineshop hatten. Heute kommt noch die Optimierung für den mobilen Zugriff hinzu. Teilweise müssen auch Funktionen im Shop oder der Webseite überdacht werden, da die Nutzung per Maus oder Touchscreen durchaus dafür sorgen kann, das Informationen verloren gehen. Beispielsweise betrifft das Informationen auf Fotos, die per Drüberfahren mit der Maus angezeigt werden. Das funktioniert dann auf einem Smartphone oder Tablet Computer nicht. Von zu hohen Auflösungen der Webseite und zu großen Fotos mal ganz abgesehen.

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